Lohn und Leistung gehören (untrennbar) zusammen. Zumindest unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit besteht eine enge Beziehung zwischen den beiden Komponenten. Ganz allgemein wird das Leistungsprinzip als das zentrale Legitimationsprinzip moderner Gesellschaften anerkannt. Das gilt insbesondere für die Legitimation von Lohndifferenzen. Die seit einiger Zeit zu vernehmende Kritik an überzogenen Einkommen (von Topmanagern) entzündet sich vor allem an der unterstellten Abkoppelung dieser Einkommen von den tatsächlichen Leistungen. In Untersuchungen über die (subjektiv wahrgenommene) Gerechtigkeit von Lohneinkommen und von Einkommen insgesamt wird das Leistungsprinzip regelmässig als das zentrale, wenn auch keineswegs als das einzige Kriterium genannt.